Vorbeugen vor Zecken PDF Drucken E-Mail

Im Kampf gegen den gemeinen Holzbock

Welcher Hundehalter kennt das nicht: Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch Flora und Fauna gesellen sich lästige und ausgesprochen unangenehme Zeitgenossen dem Vierbeiner zu. Einer von ihnen ist Ixodes ricinus, der Gemeine Holzbock, oder schlicht Zecke genannt.

Was also tun? Ich bin kein Freund der chemischen Keule, wenngleich mir durchaus bewusst ist, dass dann und wann, diese leider geschwungen werden muss. In diesem Fall gilt das Motte: So spät wie möglich, so oft wie nötig. Um dem aber vorzubeugen, habe ich im Laufe meiner vielen Jahre als Hundebesitzerin, vieles ausprobiert, vorneweg biologische Produkte.

Zecken sind vor allem im Frühjahr und im Herbst aktiv, das begrenzt die Zeit notwendiger Präparate. Die Weibchen können beim Blutsaugen gefährliche Krankheiten übertragen. Sie setzten sich bevorzugt am Kopf oder Hals, bei langohrigen Hunden auch gerne in deren Hautlappen, fest. Ideal wäre es, den Hund nach jedem Spaziergang durch Wald und Wiesen genau abzusuchen. Je nach Fellbeschaffenheit und Größe des Hundes, kann sich das allerdings zu einem zeitaufwendigen Prozedere auswirken

Biologische Taktik gegen Zeckenbefall

Meine Hunde verbringen viel Zeit in der freien Natur, dementsprechend besetzt sind sie anschließend. Aus meiner, und vieler anderer, Erfahrung weiß ich, dass die Beigabe von frischem Knoblauch ins Futter manche Zecke in die Flucht jagt. Leider gibt es aber immer noch genügend hart gesottene Kandidaten, denen die Ausdünstung der beliebten Mittelmeerknolle nicht das Geringste ausmacht. Eine weitere, wirkungsvolle, biologische Abwehr sind Formel-Z-Tabletten. Sie sind ein ideales Nahrungsergänzungsmittel Katze & Hund und dienen der Vitamin-B-Versorgung. Diese zeichnet sich durch ihre gesundheitsfördernde Eigenschaft aus. Vitamin B spielt eine zentrale Rolle im Kohlenhydrat-Energie- und Hautstoffwechsel. Das Hautmilieu verändert sich und damit auch der Geruch. Der Mensch nimmt die geruchliche Veränderung nicht wahr, die Zecke allerdings tut dies sehr wohl. In der Regel erscheint ihr dieser unappetitlich, und sie streicht den vorrätigen Vierbeiner von ihrer Speiseliste. Ein bis zwei Stunden vor dem Spaziergang bekommen die Hunde ein bis zwei Tabletten, so hält sich die Besatzung in einem gut überschaubaren Rahmen.

Wer ganz sicher gehen möchte und die Bioschiene nicht verlassen will, der koppelt das Hefepräparat mit Cayosol, einem natürlichem Spray aus Neem-Öl, Hanfsamenöl und Bisabol. Die Wirkung greift sofort, ist lang anhaltend und hat den zusätzlichen Aspekt der Haut – und Fellpflege. Für Katzen gibt es zusätzlich einen biologischen Parasitenschutz gegen Zecken, Flöhe und Läuse mit hoher Wirksamkeit, Namens Verminex.

Diese biologischen Präparate liegen in einem preislich gesunden Rahmen. Den Einsatz von ätherischen Ölen wie zum Beispiel Teebaumöl, sollte man lassen, auch wenn man immer wieder davon hört oder liest. Der Zitrusduft stört die empfindliche Nase des Hundes, und vor allem der Extrakt reizt die Haut. Katzen sollten unter gar keinen Umständen in Kontakt mit Teebaumöl kommen, für sie hätte das fatale Folgen!

Auch Zedan, mag der Hund nicht. Hier ist es ebenfalls der Geruch des Citrus-Öl, bei dem sich der Vierbeiner schüttelt. Ungeachtet dessen, war auch der Erfolg in der Zeckenabwehr dürftig.

Mit der chemischen Keule zur Zeckenwehr?

Die im Handel üblichen Spot-on-Präparate liegen preislich oft darüber. Sie enthalten chemische Inhaltsstoffe. Mittel, die synthetische Pyrethroide enthalten (Permetrhrin), können Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit Muskelzucken oder Konzentrationsschwäche hervorrufen. Pyrethroide sind Insektizide. So genannte Kontaktgifte, was bedeutet, tritt das Insekt in Kontakt mit dem Gift, stirbt es ab. Die meisten Halsbänder oder Spot-on-Präparate funktionieren nach diesem Prinzip.

Hinter den Namen Proxopur, Flumethrin oder eben auch Permethrin verbergen sich synthetische, insektizide Wirkstoffe. Die Wirkungsdauer dieser Präparate ist unterschiedlich, aber – gerade im Kampf gegen die Zecke – verhältnismäßig schnell erschöpft. Auch der Wirkstoff Fipronil, der einem gängigen, durch Werbung bekannten, Präparat beigesetzt ist, gehört zu dieser Gruppe. Fipronil wird in vielen Ländern als Pflanzenschutzmittel verwand. Das Gesetz verbietet den Einsatz von Fipronil bei Lebensmittel liefernden Tieren. Fipronil sollte weder bei jungen, noch bei geschwächten Tieren angewandt werden. Es wirkt tödlich auf Fische, und sollte nicht in die Nähe von Kaninchen, Igel oder Hühnervögel gebracht werden. Gemeinsam haben die genannten Wirkstoffe, dass sie ihre Wirkungsdauer gegen Zecken nach verhältnismäßig kurzer Zeit verlieren. Somit müssen sie also vermehrt verabreicht werden, will man einen optimalen Schutz über lange Zeit erreichen.
 
 

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