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Ein Grund zum Knurren, oder die Antwort auf die Frage: Was ist Fertigfutter? |
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Ich glaube nicht, dass vielen Hundebesitzern geläufig ist, aus welchen „leckeren“ Zutaten sich Fertigfutter zusammensetzt. Bis vor wenigen Jahren war es mir auch nicht bewusst. Nachdem ich im Bilde war, habe ich die Ernährung meiner Hunde eiligst umgestellt. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nicht mit den drei Schlagwörtern Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern kommen. Dass sie sich im Hundefutter tummeln, ist allseits bekannt.
Immer mehr Firmen haben Wind von wachsender Wachsamkeit der Hundehalter bekommen, und werden damit, völlig ohne die drei Säulen der Fertigfutterherstellung auszukommen. Wie sie dann die lange Haltbarkeit ihrer Produkte trotzdem bewahren, hüten sie leider wie ein kostbares Geheimnis. Man könnte diesem in einer einfachen Erklärung auf die schliche kommen: Die Hundefutterhersteller kaufen ihre Grundsubstanzen so ein, dass die Konservierungsstoffe bereits enthalten sind. Deshalb brauche sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen, und müssen diese auch nicht ausweisen. So verschwinden die Zusatzstoffe wie von Geisterhand, denn auf den Tüten oder Dosen steht nun:“enthält keine Zusatzstoffe, was allerdings lediglich besagt, dass der Hersteller selber keine weiteren Zusatzstoffe hinzugefügt hat. Das Vorprodukt, die Basis seines Futters darf ohne weiteres das ganzes Programm an zusätzlichen Stoffen enthalten. Sprich Tiermehl, Getreidemehl, Chemikalien und Konservierungsstoffe. Soviel zum Etikettenschwindel.
Ich glaube nicht, dass vielen Hundebesitzern geläufig ist, aus welchen „leckeren“ Zutaten sich Fertigfutter zusammensetzt. Bis vor wenigen Jahren war es mir auch nicht bewusst. Nachdem ich im Bilde war, habe ich die Ernährung meiner Hunde eiligst umgestellt. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nicht mit den drei Schlagwörtern Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern kommen. Dass sie sich im Hundefutter tummeln, ist allseits bekannt. Immer mehr Firmen haben Wind von wachsender Wachsamkeit der Hundehalter bekommen, und werden damit, völlig ohne die drei Säulen der Fertigfutterherstellung auszukommen. Wie sie dann die lange Haltbarkeit ihrer Produkte trotzdem bewahren, hüten sie leider wie ein kostbares Geheimnis. Man könnte diesem in einer einfachen Erklärung auf die schliche kommen: Die Hundefutterhersteller kaufen ihre Grundsubstanzen so ein, dass die Konservierungsstoffe bereits enthalten sind. Deshalb brauche sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen, und müssen diese auch nicht ausweisen. So verschwinden die Zusatzstoffe wie von Geisterhand, denn auf den Tüten oder Dosen steht nun:“enthält keine Zusatzstoffe, was allerdings lediglich besagt, dass der Hersteller selber keine weiteren Zusatzstoffe hinzugefügt hat. Das Vorprodukt, die Basis seines Futters darf ohne weiteres das ganzes Programm an zusätzlichen Stoffen enthalten. Sprich Tiermehl, Getreidemehl, Chemikalien und Konservierungsstoffe. Soviel zum Etikettenschwindel.
Von tierischen Nebenerzeugnissen ist in den Inhaltsangaben zu lesen. Oder von pflanzlichen Nebenprodukten. Von Knochenmehl, Geflügelfleischmehl, Fischmehl oder Trockenschnitzel. Diese Wortkreationen verbergen undurchschaubar die Herkunft und Qualität der einzelnen Zutaten. Stiftung Warentest, sonst so ein kritisches Qualitätsbarometer, übte sich vor Jahren nur mäßig interessiert an der Bestimmung der Ingredienzien. Die Zeitschrift Öko-Test ging erst gar nicht auf einen Versuch ein, die leckeren, frischen, natürlichen Inhaltsstoffe inhaltstechnisch zu zerpflücken. Die Trockenfutter seien zu stark verarbeitetet, als dass man sie im Nachhinein noch untersuchen könne, hieß es. Stiftung Warentest stellte fest, dass bei 33 getesteten Produkten, auch die, die im Vergleich für „gut“ befunden wurden, die gesetzlichen Inhalt-Erklärungen nicht mit den tatsächlichen übereinstimmten. Übereinstimmten. Dementsprechend wenig befriedigend waren dann auch die Testaussagen. Wenn man sich die Inhalte der saftig-fleischigen Brocken einmal näher anschaut, so entdeckt man unter der Rubrik Geflügel folgendes: Krallen, Schnäbel, Federn, und Kot. Die Abteilung Rindfleisch bietet Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin an. Die vitaminreiche Gemüsebeigabe wird aus dem Abfall der Gemüseverarbeitung bestückt und Getreide kommt aus dem Abfall von Getreidemühlen. So erklärt sich auch der Anteil an Roh-Protein des Futtermittels. Füße, Hufe, Schnäbel, Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der bei der Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff in die Analyse eingeht. Allerdings kann dieser von dem Hund nur schwer verdaut werden und kaum verwertet werden. Ein französischer Tierfutterhersteller, der gerne mit Premium-Qualitäten wirbt, hat über Jahre Fleischmehl aus den werkseigenen Anlagen mit Fleischmehl vermischt. Ein durchaus gängiges unterfangen. Die EU kontrollierte die Mitgliedsländer mittels Fragebogen, in denen die Hersteller Auskunft über ihre Inhaltsstoffe machen sollten. Nebenbei wurde auf den verbot der Beimischung von Klärschlamm hingewiesen. Gerade einmal 3% der Mitgliedstaaten reagierten fristgerecht auf die Aufforderung. Fischmehl wird aus Meereskadavern gewonnen, die teilweise voller Schadstoffe wie DDT und Chlorparaffine sind.
Alle Hundefuttersorten bestehen zu einem Grossteil aus Getreide. (60-90%). Das hat seinen Grund, denn Getreide ist billig. Damit müsste dieses Füllsel eigentlich an erster Stelle aufgelistet sein. Und zwar einzeln. Die Liste wäre aber zu lang und würde manchen aufmerksamen Hundehalter stutzig machen. Daher steht gerne der Tiermehlanteil an erster Stelle und der Getreidemehlanteil wird in einem Wort zusammengefasst. So merkt der Käufer auf Anhieb nicht, dass die fleischigen Brocken in erster Linie aus Getreide bestehen.
Kommen wir zu den wichtigen Ernährungsbestandteilen wie Enzyme, Vitamine, essentielle Fettsäuen und Aminosäuren. Sie werden durch den Erhitzungsvorgang zerstört oder verändert. Im Gegensatz zu den Narkosemitteln und Medikamenten. Kommt hinzu, dass die Abdeckereien oft schlampig arbeiten. Die eingeschläferten Hunde, die schlussendlich dann als Tiermehlprodukt im Futter wieder auftauchen, werden nur allzu oft mit Flohhalsbändern, oder noch in der Tierärztlichen Plastikverpackung, befreit. Auch das abgelaufene Fleisch aus den Supermärkten wandert gerne mit Styropor und Plastikverpackung in die Weiterverarbeitung. Ein weiterer Füllstoff ist Rotebeetemasse. Sie verfärbt den Kot dunkel und verbleibt sehr lange im Darm. Dadurch wird der Stuhl fest. Beides, die feste Konsistenz, und die dunkle Farbe, lässt uns glauben, dass das Hundefutter einen erhöhten Fleischanteil hat. Zellulose ist ein weiteres sinnfreier Zusatzingredienz. Zellulose, der Hauptbestandteil von Pflanzenwänden kann weder vom Hund noch von seinem Herrn abgebaut werden. Uns fehlen die entsprechenden Verdauungssysteme. Die wiederkäuende Kuh kann das, sie verdaut Zellulose im Pansen. Das Pferd und Wassergeflügel verdauen Zellulose über mikrobielle Fermentation im Dickdarm. Der Hund jedenfalls kann es nicht. Ist man gemein, entdeckt man hinter dem Begriff nichts anderes als Sägemehl, und was das im Hundefutter zu suchen hat, hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen. Eines allerdings ist erstaunlich, bei all den vielen Skandalen, die in der Nahrungsmittelindustrie über die Jahre bekannt geworden ist. Von BSE, über Schweinepest, Hühnergrippe, Antibiotikaverseuchtem Geflügel, schwermetallverseuchtem Fisch oder Scrapie (Traberkrankheit), nie hat man je etwas Negatives über Hundefutter vernommen. Also doch alles in bester Ordnung? Dazu sollte man wissen. dass der Sektor Fertigfutter ein milliardenschweres Geschäft der Nahrungsmittelindustrie ist. Diese macht im Wahrsten sinn des Wortes aus Abfall Geld. Die für die menschliche Verwertung ungeeigneten Abfallprodukte werden in die Goldgrube Tiernahrung gesteckt. Mächtige Großkonzerne, mit exzellenten Werbekonzepten, die den äußerst gewinnbringenden Markt der Fertigfutterindustrie wohl kaum durch selbstkritisches Agieren gefährden werden. Dabei übt man sich redlich darin, den Hundebesitzer zu verunsichern. Knochen so heißt es, seien für den Hund gänzlich ungeeignet, sie seien schwer verdaulich und somit abzuraten. Mag sein, dass der Fuchs den Hasen filetiert, wenn er ihn verspeist, bekannt ist es mir nicht. Rohes Fleisch geht gar nicht. Entweder wird der Hund blutrünstig oder er sicht an Salmonellen dahin, wie machen Fuchs, Wolf und Dingo das? Haben sie einen mobilen Campingkocher im Gepäck? Händeringend wird vor Mangelerscheinungen gewarnt, die unweigerlich bei Verzicht auf Dose und Tüte entstehen. Daran ist nichts auszusetzen, aber auch genauso leicht zu umgehen, nimmt man sich einmal die Zeit, sich mit dem Thema Hundeernährung näher zu befassen. Fakt ist, der Hund ist in erster Linie ein Karnivor, also ein Fleischfresser. Sein Gebiss ist dementsprechend ausgelegt, kräftige Eckzähne greifen die Beute, scharfzackige Backenzähne durchbeißen Fleisch und Knochen. Die Magensäure des Hundes enthält 10 Mal so viel Salzsäure , wie ein menschlicher Magen. Mit Nahrungsinhalt liegt die Magensäure bei einem PH-Wert von 1 (im Vergleich bei uns Menschen liegt der PH-Wert bei 4 bis 5). Die Produktion der Magensäfte erfolgt bei dem Hund durch die Aufnahme von Fleisch und nicht von Getreide oder Sägemehl. Eine getreidelastige Ernährung ist – und daran führt kein wenn und kein Aber vorbei – falsch! Der Darm des Hundes ist sehr kurz, daher schlägt auch das Wehgeschrei vor Salmonellen, was etwa bei der Aufnahme von rohem Hühnerfleisch passieren kann – ins Leere. Der Darm des Hundes ist sehr kurz. Ernährt der Hund sich ausschließlich roh, verbleibt die Nahrung maximal 5 Stunden im Darm. Bei Fertigfutter ist es das dreifache der Zeit. Der gesamt Verdauungsapparat des Hundes ist auf rohes Fleisch und (rohe!) Knochen eingestellt. Salmonellen und andere Parasiten sind überall und allgegenwärtig. Ein gesunder Organismus hat damit keine Probleme. Der hohe Getreidefutteranteil hingegen verringert die Magensaftproduktion, da der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich werden Bakterien nicht optimal abgetötet, es kommt zum Parasitenbefall, Fehlgärungen, oder Durchfall. Natürlich braucht der Hund mehr als nur Fleisch und Knochen. In freier Natur frisst der Fuchs Beeren, Kräuter, er stiehlt Eier und verzehrt sie mit Schale, oder er buddelt nach Wurzeln. Und noch etwas verzehrt er genüsslich: Schafskot! Und das hat seinen Grund: Schafe fressen nur die besten Kräuter, es muss also noch ausreichend wieder verwendbares zu finden sein, warum der artgerecht gefütterte Hund, oder seinen wild lebenden Verwandten, diesen – uns Menschen eher suspekten Leckerbissen verspeist. Automatisch vertilgt er dabei auch Würmer und andere Parasiten. Ebenso bei der Aufnahme von Aas. Das ist der Hauptgrund, warum wildlebende Tiere eine kürzere (natürliche) Lebensphase haben, als Stadthunde, deren tägliches Nahrungseinerlei aus der Dose oder der Tüte kommt! An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch meine Hunde Aas und Schafskot durchaus zugetan sind. Eine Wurmkur ist in unserem Falle also Pflicht. Allerdings nicht nach einem festen Zeitplan, wie es Pharmaindustrie und manche Veterinäre empfehlen. Doch dazu, zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Ich möchte – und das sei an dieser Stelle betont – gegen jegliche Form der Fertigfütterung aussprechen. Schwedische Futtermittelhersteller haben von Gesetzwegen ein „sauberes Futter“, wie sie auch die bessere Nutztierhaltung von Gesetzwegen praktizieren. Antibiotika, Beruhigungsmittel und Hormonzusätze in der Tierzucht sind hier verboten. Ein schwedischer Tierfuttermittelhersteller richtet sich bei seiner Produktion und Zulieferqualitäten sogar nach unabhängigen Kontrollnormen von hohem Standart, obwohl die EU-Richtlinien lediglich den niedrigstmöglichen EU-Standart verlangen. Auch darf kein Kadaver zur Fertigfutterherstellung verwendet werden, und das verschriene Konservierungsmittel Ethoxiquin werden Sie in schwedischen Produkten auch nicht finden. Dänische Produkte haben einen ähnlich guten Ruf. Wer also, nach diesem Bericht das Verlangen verspüren sollte, in der Ernährung seines Hundes etwas zu verändern, und vor der Selbstzubereitung zurückschreckt, dem sei hier eine Alternative geboten. Wer aber den Schritt zurück zur Natur – im besten Hundesinn – machen möchte, dem sei gesagt, es ist weder kompliziert, noch aufwendig, noch schwierig seinen Vierbeiner eine gesunde und abwechslungsreiche Kost zukommen zu lassen. Ein paar Regeln gilt es zu beachten, der Rest ist so einfach, wie schlüssig
Ein paar kritische Anmerkungen zum Fertigfutter
Hauptpfeiler eines gesunden Hundelebens ist die Ernährung. Ein kaum noch überschaubares Angebot an Dosenfutter, dem so genannten Nassfutter, und an Säcken mit getrockneten Pellets, dem Trockenfutter, suggeriert uns mit markigen Versprechungen, häufig ohne verwendbaren Inhalt, ein optimales Ernährungspaket. Von ganzen, saftigen Brocken bestem Fleisch ist da die Rede, von schmackhaften Zutaten, wie frischem Gemüse und reinem Getreide. Premium-Qualität in Hochglanztüten versprechen eine exzellente Versorgung, inklusive Genuss pur. Auffallend auch die vielen Zusatzprodukte, deren Fantasie offensichtlich keine Grenzen gesetzt sind. Da versprechen Kaustangen mit Minze den Ersatz der Hundezahnbürste (Wie, Sie haben gar keine?), schmackhafte Leckerchen zwischendurch(?) ergänzen effektiv den Mineralstoffhaushalt des Vierbeiners, obwohl dieser doch eigentlich, des guten Fertigfutters sei Dank, sich im optimalen Rahmen bewegen müsste. Gummiartige Kauspiralen sorgen für ein Hundeleben voller Lebensfreude, biegsame Kauknochen bringen endlich Kauspaß in das Hundeleben und so weiter und so fort. Am Ende der langen Reihe völlig sinnfreier, dafür aber umso kostenintensiver, Zusatzprodukte gipfelt für mich in den alljährlichen Hunde-Adventskalendern zur Weihnachtszeit, hinter dessen 24 Türchen sich jeweils ein besonders köstliches Stückchen Hundeschokolade verbirgt. Einen Kommentar hierzu erspare ich mir in Anlehnung meines voran gegangenen Artikels.
Ein langes, gesundes Leben Dank der Dose von XY? Praktisch ist die Dose allemal, wenn man mal von dem beachtlichen Weißblechberg absieht, der sich im Laufe eines Hundelebens so aufstapelt. Dem könnte man ausweichen, indem man sich dem Trockenfutter zuwendet. Der kritische Zeitgenosse schaut in beiden Fällen näher hin, und was er herausfindet, sollte zumindest zum Nachdenken anregen.
Der artgerechte Futterplan
Der Urvater aller Hunde, nach dessen Grundmuster der Organismus unserer Hunde heute noch gebaut ist, fraß – im eigentlichen Sinne – kein Fleisch, sondern Tiere. Das bedeutet, dass mit dieser spezifischen Form der Nahrungsaufnahme alle Teile der unterschiedlichen Beutetiere, also Muskelfleisch, Innereien, Haut, Knorpel, Fell Sehnen, Eingeweide mit verschlungen wurden. So wurde eine sehr sinnvolle und vielseitige Kost aufgenommen, in der dann tatsächlich auch alles, einschließlich der für die Verdauung benötigten Ballaststoffe, enthalten war. Denn das Beutetier liefert ja nicht nur Eiweiss und Fett, sondern auch andere nützliche Stoffe: z.B. Kalzium (aus den Knochen), Natrium (aus dem Blut), fettlösliche Vitamine (aus Leber und Niere), wasserlösliche Vitamine (Darm- und Mageninhalt), essentielle Fettsäuren (Körperfett), unverdauliche Komponenten (faserig-pflanzliches Material aus dem Darminhalt). Interessant ist das Ergebnis der Wolfsforscher, das Wölfe, wenn sie große Paarhufer reißen, diese mit Haut und Haar verschlingen, den Magen jedoch, samt Inhalt verschmähen. Damit ist widerlegt, dass man seinem Hund Gutes tut, indem man ihn mit frischen Kuhmägen füttert. Eine Erkenntnis, die auch der menschlichen Nase nur recht sein kann. Denn was stinkt mehr, als frische, grüne Kuhmägen? (Außer einem Hund, der sich im toten Fisch gewälzt hat…) Dass Urvater Wolf auch Beeren und Pflanzen und Gras nicht abgeneigt war, haben wir in den vorangegangenen Artikeln bereits festgestellt. Somit sind wir also mit ausreichendem Wissen bestückt, das Futter für unseren Vierbeiner selbst zusammen zustellen. In einer ersten Übersicht werden Sie feststellen, wie einfach das Umdenken ist. In Folgeartikeln werde ich mich immer wieder mit spezifischen Nahrungsmitteln auseinandersetzten. Ihre Inhaltsstoffe und Wirkungsweise kurz erläutern und begründen, warum eine etwaige Zugabe besonders wichtig ist, oder eben nicht.
Gerade bei hautempfindlichen Hunden hat sich die Umstellung auf artgerechte Kost immer bestens bewährt. Insbesondere die Umstellung auf frisch Bestandteile: Frisches Fleisch, Früchte, Quark, naturbelassene Fette (Öle), Honig, Früchte (fein püriert), frisches Gemüse (fein püriert), mit der Beigabe von Honig, Apfelessig, aber auch Kräutern und ab und zu einem Ei samt Schale (ebenfalls mit in den Püriere werfen). Da alle Hunde verschieden sind, müssen sie ihren Hund gut beobachten. Sie stellen schnell die einzelnen Vorlieben fest. Genauso zeigt Ihnen der Hund, was er in seinem Futternapf eher weniger vorfinden mag. Es gibt durchaus Hunde, die skeptisch dreinschauen, serviert man ihnen plötzlich rohes Fleisch. Das konnte ich mehrfach beobachten. Auch mein ältester Hund guckte reichlich verdutzt, als ich ihm vor Jahren seinen ersten, rohen Hühnerflügel präsentierte. Da er diesen aber auch seinen anderen Kollegen, die begeistert zupackten nicht gönnte, versteckte er ihn zunächst und verlegte sich aufs Beobachten. Erst als seine Gefährten sich anschickten, ihm seine, mit Misstrauen bedachte, Beute streitig machen zu wollen, überlegte er es sich anders. Es dauerte keine zwei Tage, und seine Gefährten hatten nicht die geringste Chance, sich seiner Fleischmahlzeit zu bemächtigen.
Manche Hunde mögen – wie bereits im vorhergehenden Artikel „ Roh – oder doch besser gekocht“ beschrieben, kein rohes Fleisch. In diesem Fall bleibt der Rat, dieses kurz abzukochen, und mit dem Kochwasser zu verfüttern. Fleisch sollte in möglichst großen Stücken gefüttert werden, besser noch am Knochen. Das Kauen ist wichtig für die Zahnpflege. Wenn Sie Getreide füttern, wählen sie Getreideflocken. Beachten Sie, dass Fleisch und Getreide nicht zusammen gefüttert werden sollen, denn dadurch können Blähungen verursacht werden. Das heißt also, dass der Hund in diesem Fall, zwei Mal täglich gefüttert werden muss.
Einmal in der Woche füttern Sie ausschließlich Flocken oder Gemüse. Dem folgt ein Fastentag. Wenn Ihnen das zu grausam erscheint, machen sie den Fastentag einfach mit! Regelmäßige Fastentage sind – medizinisch bestätigt – eine lebensverlängernde Maßnahme. Sie werden erstaunt sein, wie fitt Sie sich schon nach kurzer Zeit fühlen. Kreisen die Gedanken ums Essen, trinken Sie ein großes Glas Wasser, nehmen sich Ihren Hund und lenken sich mit einem schönen Spaziergang davon ab. Alles im Leben ist eine reine Gewohnheitssache. Und diese ist sogar eine, die Ihnen beiden gut tut! Sind Sie aber der Überzeugung, dass der Fastentag Ihrem Hund (und Ihnen) nicht gut tut, ignorieren sie meine muntere Aufforderung. Halten sie aber unbedingt den wöchentlichen, fleischlosen Tag ein. Mag Ihr Hund kein Gemüse, tricksen Sie, indem Sie etwas Thunfisch unterpürieren. Öl oder etwas Sahne wirkt oft auch Wunder.
Die nächsten 5 Tage füttern Sie Fleisch. Gehen wir davon aus, dass Sie Ihren Hund zweimal am Tag füttern, so kommen wir – bei Einhaltung des Fastentages – auf 12 Mahlzeiten in der Woche. Davon sind im Idealfall vier Mahlzeiten reine Fleisch- und Knochen-Mahlzeiten. Vier Mahlzeiten bestehen aus Fleisch, Knochen und Gemüse, weitere vier aus Getreide und Milchprodukten. Wenn Sie Getreidefrei füttern, so wie ich es tue, achten sie darauf, dass der Gemüseanteil bei 10-25% liegt und der Fleisch-Innereienanteil bei 75-90%. Die Knochenration der Woche liegt ideal bei 10%, kann durchaus auch höher sein, die 30% aber nicht übersteigen.
Wenn Sie Getreide füttern möchten, stellen sie die Mahlzeit aus Flocken, etwas Joghurt, oder Quark, wahlweise auch Hüttenkäse, Buttermilch oder Karottensaft zusammen. Ab und zu geben Sie ein Ei hinzu. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es nicht notwendig ist, Getreide zu füttern! Ich selbst, wie schon erwähnt, lasse es komplett weg. Allergischen, arthritischen oder krebskranken Hunden sollte man ohnehin kein Getreide füttern.
Die oft besprochene Fleischkost setzt sich aus Fleisch und Knochen zusammen. Wertvolle Öle und Kräuter ergänzen sie perfekt. Der „grüne Tag“ sieht folgendermaßen aus: Sie nehmen frisches Gemüse und/oder frisches Obst der Saison, pürieren es gut. Wer will kann es auch leicht(!) dünsten. Um es geschmacklich zu verfeinern stehen Joghurt, Öle, etwas Thunfisch, etwas Leber (wird mitpüriert) zur Auswahl. Je nach Geschmack.
Bleibt noch die Frage, welches Fleisch, welche Flocken, welches Gemüse oder Obst? Bei den Getreideflocken können Sie Hafer, Roggen, Weizenkleie, Hirse, Maisflocken nehmen. Kokosflocken bieten eine Abwechslung.
Bei dem Gemüse bleiben Sie bei dem saisonalen Angebot und schließen rohe Kartoffel, Avocados, Kohl und rohe Tomaten aus. Dass rohe Zwiebeln nicht ins Futter gehören, kann sich jeder gut vorstellen. Knoblauch hingegen schon. Salate, Kräuter, Löwenzahn Zucchini, Karotten bieten sich an.
Ebenso gehen Sie beim Obst vor. Sicher werden Sie ihrem Hund keine Zitrone füttern, aber Orangen mag er gerne, ebenso natürlich Äpfel*, Bananen, Trauben, Melone, Kiwi, Feigen, Ananas, im Winter natürlich auch frische Nüsse. In beiden Fällen, Obst und Gemüse immer pürieren, da die Zellstruktur des Hundes nur dann die wertvollen Inhaltsstoffe optimal verwerten kann.
Schauen wir in die Kräuterecke. Petersilie, Borretsch, Alfalfa und Kresse (kann man sich prima selbst ziehen). Dill oder auch Seealgenmehl. Öle lieben die Hunde. Sie sind voller Vitamine. Olivenöl, Weizenkeimöl, Nussöl und auch Fischöl stehen auf meinem Speiseplan. Sie können noch ergänzen, Distelöl oder Nachtkerzenöl. Lebertran als Vitamin A und D- Powerpack sollte im Winter nicht fehlen, ansonsten reicht eine ein, bis zweimalige Gabe pro Woche. Ebenso geben Sie zweimal wöchentlich etwas Meersalz über das Futter. Honig* ist ein weiteres Stichwort.
Was das Fleisch anbelangt, so denken Sie daran, dass Schweinefleisch nicht roh verfüttert werden darf. Wie ich in meinem vorherigen Artikel „Rohfütterung – oder doch lieber Selbstgekochtes“, bereits geschrieben habe, kann über rohes Schweinefleisch die Aujeszkysche Krankheit übertragen werden, die einem tödlichen Verlauf nehmen kann. Ich selbst habe Schweinefleisch gar nicht auf dem Speiseplan stehen. Sie können vom Rind so ziemlich alles nehmen: alle Knochen, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Herz, Muskelfleisch, Pansen... die Markknochen allerdings sind recht hart, es ist besser, diesen weichere Knochen vorzuziehen. Bei Krebspatienten heißt es, das rote Fleisch zu meiden. Je heller, desto besser. Geflügel kommt hier in Betracht.
Das Huhn steht bei uns ganz oben auf der Liste, alles ist zu verfüttern, von den Füssen bis zum Kopf und bitte immer roh. Das hat seinen Grund, gekochte Knochen splittern, rohe nicht. Alles vom Lamm kann verfüttert werden, bis auf den Pansen. Fisch ist gesund und kann roh gefüttert werden. Hier streikt allerdings so mancher Hund. Manche fressen fröhlich und ohne zu zögern, frische Sardinen. Andere schauen da eher angewidert drein. Thunfisch hingegen mögen alle gerne! Frisch oder aus der Dose, in Lake oder Olivenöl eingelegt, ist er ein besonders Highlight, mit dem es mir problemlos gelingt, aus der sonst eher weniger favorisierten Gemüsespeise eine Delikatesse zu zaubern. Eine kleine Menge reicht schon aus.
Sie sehen, ein solch großes Geheimnis birgt die artgerechte Fütterung nicht. Es dauert ein paar Tage, bis man sich „eingespielt“ hat, die ein oder andere Frage taucht auf, der ich gerne Rede und Antwort stehe – also nicht zögern, sondern schreiben! Die Vorteile der artgerechten Ernährung sind klar zu erkennen. Sie machen einen vitalen, gesunden Hund aus, mit blitzweißen Zähnen, glänzendem Fell, klaren Augen, einer gesunden Haut. Ein starkes Immunsystem steht Infektionen, Allergien und Parasitenbefall wirkungsvoll entgegen. Der Besuch beim Tierarzt wird zum seltenen Ereignis. Nur Mut also, es lohnt sich bestimmt – der Dank ihres Vierbeiners ist Ihnen gewiss!
Ein paar kritische Anmerkungen zum Fertigfutter
Hauptpfeiler eines gesunden Hundelebens ist die Ernährung. Ein kaum noch überschaubares Angebot an Dosenfutter, dem so genannten Nassfutter, und an Säcken mit getrockneten Pellets, dem Trockenfutter, suggeriert uns mit markigen Versprechungen, häufig ohne verwendbaren Inhalt, ein optimales Ernährungspaket.
Von ganzen, saftigen Brocken bestem Fleisch ist da die Rede, von schmackhaften Zutaten, wie frischem Gemüse und reinem Getreide. Premium-Qualität in Hochglanztüten versprechen eine exzellente Versorgung, inklusive Genuss pur. Auffallend auch die vielen Zusatzprodukte, deren Fantasie offensichtlich keine Grenzen gesetzt sind. Da versprechen Kaustangen mit Minze den Ersatz der Hundezahnbürste (Wie, Sie haben gar keine?), schmackhafte Leckerchen zwischendurch(?) ergänzen effektiv den Mineralstoffhaushalt des Vierbeiners, obwohl dieser doch eigentlich, des guten Fertigfutters sei Dank, sich im optimalen Rahmen bewegen müsste. Gummiartige Kauspiralen sorgen für ein Hundeleben voller Lebensfreude, biegsame Kauknochen bringen endlich Kauspaß in das Hundeleben und so weiter und so fort. Am Ende der langen Reihe völlig sinnfreier, dafür aber umso kostenintensiver, Zusatzprodukte gipfelt für mich in den alljährlichen Hunde-Adventskalendern zur Weihnachtszeit, hinter dessen 24 Türchen sich jeweils ein besonders köstliches Stückchen Hundeschokolade verbirgt. Einen Kommentar hierzu erspare ich mir in Anlehnung meines voran gegangenen Artikels.
Ein langes, gesundes Leben Dank der Dose von XY? Praktisch ist die Dose allemal, wenn man mal von dem beachtlichen Weißblechberg absieht, der sich im Laufe eines Hundelebens so aufstapelt. Dem könnte man ausweichen, indem man sich dem Trockenfutter zuwendet. Der kritische Zeitgenosse schaut in beiden Fällen näher hin, und was er herausfindet, sollte zumindest zum Nachdenken anregen.
Der Apfel, gern gefressen und bestens empfohlen!
Hunde lieben Äpfel über alles. Doch das allein ist nicht der Grund, warum auch der Apfel – wie die, in der letzten Woche schon erwähnte, Karotte – unbedingt auf den Speiseplan des Vierbeiners gehört. Zum einen ist er eine willkommene Abwechslung zur Karotte, zum anderen ist er gesund, und zum dritten ein probates Heilmittel.
Äpfel sind wahre Vitaminbomben. Sie enthalten Vitamin A, B1, B2, B6, Vitamin C und E. Zudem enthalten sie Eiweiss, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. One apple a day, keeps the doctor away, sagt ein altes Sprichwort, dessen deutsche Übersetzung sich zwar nicht reimt, aber an der alten Weisheit, dass ein Apfel pro Tag den Doktor fern hält, nichts ändert. Somit können (nicht nur) in diesem Fall, Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen, von dem Gesundheitspack Apfel bestens profitieren.
So ein Apfel enthält nur wenige Kalorien. (100 Gramm haben gerade einmal 52 Kalorien), so dass er sich als hervorragendes Diätfutter geradezu anbietet. Als Heilmittel bewährt sich der Apfel ebenfalls. Rohe und (wie immer) pürierte Äpfel helfen wirkungsvoll gegen Durchfall. Das Geheimnis liegt in dem im Apfel enthaltenen Pektin. Dieses bindet in großen Mengen Wasser und saugt die Giftstoffe auf. In der Zusammenwirkung mit der weiter vorhandenen Gerb- und Fruchtsäure, sowie ätherischen Stoffen, werden die giftigen Substanzen im Darm aufgenommen und durch schnelle Darmpassagen entfernt. Hat sich also Ihr Hund einen Magen-Darm-Katarrh eingefangen, dann setzen Sie ihn auf eine Apfeldiät, die dergestalt aussieht, dass sie außer pürierten, rohen Äpfeln, dem Hund keine andere Nahrung zuführen, außer alle zwei Stunden eben jenen erwähnten Apfelbrei.
Leidet der Hund unter Verstopfung, hilft der Apfel abermals. Das mag zunächst wie ein Widerspruch klingen, ist aber durchaus effektiv. Nur, dass Sie jetzt den Apfelbrei kochen und mit Honig und Leinsamenschleim füttern. Der zerhackte oder geschrotete Leinsamen wirkt positiv auf die Peristaltik, also die Darmbewegung. Unterteilen Sie die Tagesration ihres Hundes auf mehrere kleine Portionen. Kleine Mengen beschleunigen die Futterpassagen. Vor jeder Mahlzeit verabreichen Sie ihrem Hund ein paar Löffel des Apfel-Honig-Leinsamenbreis. Die Befürchtung, dass ihr vierbeiniger Freund Ihr Angebot ausschlägt, ist unbegründet. Süße Sachen mag er in der Regel ausgesprochen gerne. Wenn Ihnen das ganze Prozedere zu umständlich ist, können Sie auch auf Apfelsaft zurückgreifen. Aber achten Sie darauf, dass es sich um einen reinen Apfelsaft aus dem Reformhaus handelt. Häufig ist in Fruchtsäften alles Mögliche, nur nicht die Frucht um die es geht!
Ein Nebenprodukt des Apfels, der Apfelessig, sei noch erwähnt. Auch hier gilt es, auf ein einwandfreies, gutes Produkt zu achten. Hier empfiehlt sich abermals der Gang ins Reformhaus. Stoffwechselstörungen werden mit Apfelessig bestens behandelt. Apfelessig entsäuert und wirkt zudem der Harnsteinablagerungen entgegen. Ein weiteres Plus hat der Apfel in seiner ganzjährigen Verfügbarkeit. Lauter gute Gründe also, öfter mal kraftvoll zuzubeißen, Herr und Hund gleichermaßen! |
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Unsere wunderschönen Tierschutzkalender 2012 sind da !!!!!!! Nuestros calendarios preciosos del año 2012 han salido !!!!!!! |
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