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Gruß von Lana 17.10.2010/ 04.07.2010
17.10.2010 Hallo liebe Silke!!!! Erinnerst Du Dich noch an mich? Erkennst Du mich überhaupt noch?Ich habe schon ganz schön zugelegt, seit ich in meinem neuen zuhause bin.Ich habe große Lust, Dich einmal zu besuchen. Hier bei mir läuft es immer noch nicht so richtig rund. Seitdem ich hier bin, erzähle ich der Katze jeden Tag, daß wir doch prima miteinander spielen könnten. Aber nein, immer wieder hole ich mir eine Abfuhr.Hast Du nicht einen Tip für mich, wie ich sie überzeugen könnte? Na ja, gut – sie ist schon 13 Jahre alt und nicht so in Form wie ich.Ich will aber nicht einsehen, daß wir nicht trotzdem gut zusammen spielen könnten. Und meine Familie: manchmal werde ich ausgeschimpft für Sachen, die ich auch nicht verstehen kann.Neulich hat Gisela ihre Brille hier unten liegen lassen.Gerade als ich sie im Maul hatte, kommt doch Karl und nimmt sie mir wieder fort.Ich bin überzeugt, sie hat die Brille für mich als Spielzeug liegen lassen.Diese ungerechten Menschen! Wenn ich Langeweile habe, schaue ich mich immer noch mal wieder gern in der Garage um.Erst gestern habe ich ein Styroporbrett gefunden.Das habe ich dann in aller Ruhe in allerkleinste Teile zerlegt.Sah so schön aus! Und das hat meinen Menschen auch nicht gefallen. Also ab und zu habe ich es wirklich schwer.Aber ich tue ja mein möglichstes, um Frieden in der Familie zu haben.Das das nicht immer so wirklich gut klappt, liegt auf keinen Fall an mir. Ich schreibe Dir das, weil ich hoffe, Du verstehst mich. Also bis bald! Und sag meinen Kumpels,daß ich ihnen allen die Pfoten drücke, damit sie auch eine neue Familie finden.Es ist eben nicht immer ganz einfach für uns Hunde,aber meine Menschen haben mich auf jeden Fall ganz doll lieb. Und das ist auch für mich ganz wichtig. Ich drück Dir einen nassen Schmatz auf die Wange – Deine Lana  10.7.2010
Erster Wochenbericht von Lana Heute will ich mal erzählen, was seit dem letzten Sonntag so passiert ist. Der Umzug aus dem Tierheim ist mir ja sowas von auf den Magen geschlagen.Auf dem Weg in mein neues Zuhause mußte ich mich ja schon mächtig übergeben. Und spät abends hatte ich einen Dünnpfiff, der war enorm. Schließlich wußte ich ja auch nicht, wie mich meine Menschen behandeln.Bisher habe ich ja keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht. Im Tierheim hatte ich ja nur Kontakt mit der Silke, die mir immer mein Futter gegeben hat. Nach der ersten Nacht habe ich aber gleich morgens mit Gisela einen Spaziergang gemacht. Im Olivar durfte ich gleich ohne Leine laufen. Ich habe mich aber nicht getraut, weiter als zwei Schritte vorneweg zu laufen. Dabei habe ich aber entdeckt, daß die Welt viel größer als im Hundezwinger ist.Zuhause habe ich jetzt auch ein sehr großes Grundstück wo ich laufen kann wie ich will.Am Montag durfte ich auch schon mit nach oben in´s Wohnzimmer. Dort habe ich als erstes mal das Ladekabel für den PC durchgebissen. Ich war so stolz! Leider fanden das meine Menschen garnicht so lustig. Möbel anknabbern haben sie mir auch sofort verboten. Na, hoffentlich geht das nicht so weiter! In der Garage, wo ich auch mein Bett habe, sind ja wirklich viele Sachen.Und ich kann mich schon ganz schön groß machen, wenn ich will. In der zweiten Nacht war mir schon etwas langweilig. Also habe ich mal alle Sachen vom Tisch geräumt, den Katzentopf leer gefuttert usw. Die Beiden hatten am nächsten Morgen wenigstens zu tun.Ich habe voller Freude zugeschaut, wie sie alles wieder aufgeräumt haben.Und was ich schon alles kann! Die Gartenschuhe von Gisela sahen ja ziemlich öde aus. Also habe ich mit meinen Zähnen schöne Muster da drauf gemacht.Jetzt sind sie hübsch. Und ich verstecke auch gerne Sachen die ich finde im Garten. Am liebsten spiele ich mit einer alten Bierdose. Die macht so schön Krach und da kann ich drauf rumbeißen wie ich will. Also, wasserscheu bin ich nicht. Wenn Gisela den Garten wässert, gehe ich zu gerne an den Schlauch.Dort wo dann das Wasser rauskommt, kann ich wunderbar im Schlamm graben.Das ist allerdings nicht im Sinne von Gisela. Und dann kann ich zwischen den Pflanzen hin- und herrennen wie verrückt.Zweimal bin ich schon in den Fluß gefallen.Das erstemal war ja nicht so schlimm, da kam ich schnell wieder an´s Ufer.Aber beim zweitenmal bin gaaanz bestimmt einen Meter unter Wasser gewesen. Zum Glück war Gisela gleich da und hat mich heraus gefischt.Ich war so in Panik, daß ich noch eine ganze Weile in der Luft gestrampelt habe bis ich merkte, daß ich in Sicherheit war.Jetzt machen wir jeden Tag eine kleine Schwimmübung, damit sowas nicht nochmal passiert. Gestern war ich eine Weile alleine im Wohnzimmer.Ich kannte mich ja schon dort aus. Darum wußte ich auch, wo Karl seine Keksdose hat.Die habe ich mir mal zuerst geholt.Den Plastikverschluß zu öffnen ist ja babyleicht. Mit meiner Pfote habe ich mir dann rausgeholt was ich wollte. Hunger habe ich nämlich immer. Danach habe ich mir die Schale mit den Bonbons gegriffen. Schnell hatte ich heraus, wie man die Bonbons aus dem Papier wickelt. Leider waren es nur Kräuterbonbons.Bä! Die können sie selber nehmen. Ich muß ja wirklich den ganzen Tag lernen.Ich weiß also schon, daß ich mich auf meinen Po fallen lassen muß, wenn es heißt „ sitz! „. Ärgerlich ist, daß ich sofort aufhören muß etwas zu bearbeiten, wenn es heißt „ nein „ oder – schlimmer noch, ich muß sofort meine Beute loslassen, wenn es heißt „ aus „. Meine Menschen verstehen mich also nicht wirklich. Trotzdem genieße ich hier die große Freiheit.Und jeden Tag die Spaziergänge. Jetzt traue ich mich auch schon ein wenig weiter weg.Allerdings muß ich immer aufpassen, wo meine Menschen sind.Schließlich weiß ich auch inzwischen, daß sie sehr verläßlich sind. Dreimal am Tag gibt´s für mich Futter.Und um das sicherzustellen, muß ich schon auch ein paar Zugeständnisse machen. So, jetzt werde ich mich mal wieder hinlegen und etwas ausruhen. Liebe Grüße – Eure Lana |